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TAE: „Keine EU-Gelder an zweifelhafte Unternehmen beim bulgarischen Autobahnbau“

Bulgarien benötigt bei der Kontrolle Unterstützung durch Brüssel

Der Europäische Steuerzahlerbund (TAE) fordert die bulgarische Regierung anlässlich der jüngsten in den Medien berichteten Vorkommnisse auf, die Vergaberichtlinien für die insgesamt 1,5 Milliarden Euro EU-Fonds, die für den Autobahn-Bau in Bulgarien vorgesehen sind, zu überprüfen.

Die bulgarische Regierung setze zwar alles daran, Fehlentwicklungen zu verhindern, man darf die Bulgaren jetzt aber nicht alleine lassen. „Überlange Bauzeiten, minderwertige Qualität und Vergabe an Konsortien mit Kontakten zur organisierten Kriminalität darf es nicht mehr geben“, so Rolf von Hohenhau, Präsident des Europäischen Steuerzahlerbundes.

So soll bei der Konstruktion der Trakia Autobahn zwischen Stara Zagora und Nova Zagora industrielle Asche, statt festem Untergrund verbaut worden sein. Bei der der Maritza-Autobahn, die von der Mitte des Landes Richtung Türkei führt, wurde einem Konsortium der Zuschlag erteilt, welches einen Preis geboten hat, für den, so Fachleute, sicher keine Autobahn zu bauen sein wird. Die Hintermänner dieses Konsortiums sind aufgrund ihrer Kontakte zur organisierten Kriminalität (so Wikipedia) mehr als umstritten.

Nun steht mit der Struma-Autobahn nach Griechenland eine der wichtigsten Magistralen Europas mit zahlreichen Tunnels und Brücken zur Vergabe an. „Brüssel muss mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zertifizierte Projektsteuerer sollten die Bauvorhaben vom allerersten Beginn an begleiten und kontrollieren. Denn nur externe unabhängige Kontrolle sorgt für eine reibungslose Baudurchführung, schafft Kostensicherheit und reduziert das Risiko von Pfusch am Bau sowie von Planungs- oder Ausführungsfehlern und insbesondere auch von Betrug und Korruption“, so Präsident von Hohenhau. Diese Risiken gelte es schon bei der Ausschreibung zu minimieren.

Brüssel/München, 18. Mai 2011
Rudolf. G. Maier, Pressesprecher

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